Rundbrief 2017

Liebe Mitglieder und Förderer der AGfaN!
Das vergangene Jahr war aus Sicht des Tierschutzes sehr turbulent. Es gab hoffentlich im Verfahren gegen den Niederländer Adriaan Straathof vor dem Oberverwaltungsgericht in Magdeburg ein abschließendes Urteil bezüglich der Gesetzwidrigkeit der Kastenstände in Verbindung mit einem Haltungsverbot. Die in der Vermehrungsstufe bei Sauen üblichen, engen Käfige wurden, argumentativ von Wissenschaftlern unterstützt und von willfährigen Veterinärbehörden geduldet. Dies geschah, obwohl sie dem Geist unseres Tierschutzgesetzes widersprachen, indem die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung unter Bezug auf § 2, 2. des Tierschutzgesetzes alle Aufstallungsformen ermöglichte, die „die Bewegungsmöglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden“. (…)
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Rundbrief 2016
Liebe Mitglieder und Förderer der AGfaN!
Es tut sich endlich etwas im Hinblick auf den Schutz der landwirtschaftlich genutzten Tiere. Das ist zum Teil das Ergebnis der durch viele Tierschutzverbände geleisteten Aufklärungsarbeit, die massiv durch entlarvende Fernsehdokumentationen nachhaltig unterstützt wird. Die AGfaN beanstandet insbesondere die völlig unzureichenden, tierfeindlichen gesetzlichen Mindeststandards und die auf ihnen beruhende Praxis. Tierschutzdefizite sind oft Folge unscharfer gesetzlicher Definitionen und von Schlupflöchern in den Gesetzen, die eifrig genutzt werden. Wir informieren in den Beiträgen dieses Rundbriefes wieder über solche Zusammenhänge. (…)
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Rundbrief 2015/2

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der AGfaN!

Nun haben Sie unseren neuen Rundbrief in Händen. Es ist der zweite in diesem Jahr. Wir hoffen, dass Sie darin für Sie interessante Informationen finden und An- regungen für ihr persönliches Tierschutzengagement.

Weil der Druck seitens der Tierschützer und ihrer Organisationen in den vergan- genen Jahren und Monaten auf die Politik stetig zunahm, konnte Vieles bewegt werden. Die daraus resultierenden Konsequenzen fielen je nach politischer Ebene unterschiedlich aus. Leider ziehen nicht alle Bundesländer mit und auch Regierung und Bundestagsmehrheit gefallen sich im Blockieren. Richtungswei- send war der „Landeskodex Schleswig-Holstein zum Verzicht auf das Schlachten hochtragender Rinder“ vom Dezember 2014. Hierüber berichteten wir im Rundbrief 1 / 2015 auf S. 13f. Einen Nachtrag finden Sie jetzt auf S. 8. Bewe- gung kam aber auch sonst in die Tierschutzdiskussion, weil Zeitvorgaben z. B. des Niedersächsischen Tierschutzplans drängen: Ende des Kupierens der Schwänze bei Schweinen, Weidehaltung von Rindern und Weidemilchpro- gramme, Tötung nicht lebensfähiger Ferkel …

Von der Politik erwarten wir klare Aussagen. Die von Bundesminister Schmidt im Rahmen seiner Tierwohl-Initiative „Eine Frage der Haltung“ propagierte „Verbindliche Freiwilligkeit“ lehnen wir ab.

Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachtstage und ein gutes neues Jahr.
Eckard Wendt, Vorsitzender

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Rundbrief 2015/1

Liebe Mitglieder und Förderer der AGfaN!

Früher als in den vergangenen Jahren erhalten Sie jetzt unseren Rundbrief. Das liegt daran, dass wir Sie in Zukunft zweimal im Jahr informieren möchten. Wir hoffen, dass Sie beim Lesen viele neue Anregungen und Argumente für Ihren Einsatz zum Wohle der Nutztiere erhalten.

Oft werden wir gefragt, ob denn unser Engagement überhaupt etwas gebracht habe, denn die Nutztiere litten doch immer noch. Nun, in den vergangenen dreißig Jahren konnten wir zusammen mit anderen Verbänden und mit zunehmender Unterstützung durch die Medien viel erreichen. Der Tierschutz ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Bürger hinterfragen zunehmend die schönfärberischen Lobeshymnen des Bauernverbands, der sichtlich nervös gewor- den ist. Er und andere Lobbyverbände der Nutztierhalter versuchen inzwischen offensiv in die Öffentlichkeit zu gehen, wobei aber immer noch weitaus mehr ver- heimlicht als inhaltlich auf die vom Tierschutz angeprangerten Missstände kon- struktiv eingegangen wird. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Behaup- tungen des Bauernverbands auch in Zukunft kritisch zu hinterfragen, weil von ihm weiterhin das Leiden der Tiere unter den Teppich gekehrt wird.

Das gilt auch für die „Initiative Tierwohl“, die von den großen Discountern Anfang Juni stark beworben wurde. Seit Januar 2015 zahlen die Beteiligten des Lebens- mitteleinzelhandels je Kilogramm Schweinefleisch und Schweinefleischprodukt vier Cent in einen Topf, aus dem

Landwirte Prämien für ihren Mehraufwand an Zeit und Material sowie die Mindereinnahmen wegen der z. B. aus dem Kriterienkatalog ausgewählten geringeren Besatzdichte bekommen. Fakt ist, dass der Kunde nicht erfährt, ob das Schweinefleisch und die Schweinefleischprodukte, die er kauft, von besser gehaltenen Tieren stammen, weil es kein Tierwohl-Siegel gibt. Selbst die Tierhalter beginnen zu murren, denn von 4600 Bewerbern wurden nur 2150 ausgewählt. Bezogen auf die etwa ca. 27.100 schweinehaltenden Betriebe sind das weniger als 8%! Die Initiative Tierwohl ist in der jetzigen Form nichts als eine neue Variante der branchenüblichen Nebel- bomben, mit der die tierschutzbewegten Verbraucher beruhigt und der Trend zur Reduzierung des Fleischkonsums gestoppt werden sollen.

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Ferienzeit und grüße Sie herzlich
Eckard Wendt

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Rundbrief 2014

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der AGfaN!

In den vergangenen Monaten, ja, das ganze Jahr über haben sich die Ereignisse zeitweise geradezu überschlagen. Auf alle einzugehen, ist im Rahmen unseres Jahresrundblicks schier unmöglich. Deshalb beschränken wir uns auf eine Auswahl in der Hoffnung, Sie mit dem einen oder anderen Beitrag an wichtige Vorgänge zu erinnern oder auf Zusammenhänge hinzuweisen.

So hat sich erstaunlich viel in der Diskussion um mehr Tierwohl getan: Ausgangspunkt war der „Tierschutzplan Niedersachsen“, der 2011 von Minister Lindemann (CDU) vorgestellt wurde. Andere Länderminister folgten, so auch Dr. Habeck (Grüne) mit seinem „Runden Tisch Tierschutz in der Nutztierhaltung“, in dem ich seit Beginn 2013 mitarbeite. Vorläufiger Höhepunkt ist die Tierwohl-Initiative von Bundesminister Christian Schmidt (CSU) mit dem Titel „Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl“, bei der er sogar auch den Begriff „artgerechte Tierhaltung“ verwendet. Näheres hierzu finden Sie unter:www.bmel.de/DE/Tier/Tierschutz/Tierwohl/_texte/Tierwohl.html. Den Anfang mach- te der Deutsche Tierschutzbund während der Internationalen Grünen Woche 2012 mit seinem „Für mehr Tierschutz“-Siegel mit einem Stern in der Eingangsstufe und zwei für noch bessere Haltungen mit Neuland-Standard (www.tierschutzbund.de/ tierschutzlabel.html). Der Absatz war enttäuschend, auch weil das Konzept nicht von allen im Tierschutzbund organisierten Tierschützern gutgeheißen wurde, son- dern teils auf vehemente Ablehnung stieß. Zu allem Überfluss ging der Tierschutz- bund vor wenigen Wochen eine Kooperation mit ALDI, EDEKA, Netto Marken- Discount und Rewe ein, also eine Allianz mit den Giganten des Lebensmittelein- zelhandels, die durch ihre Niedrigpreise um Kunden werben und so die Erzeugerpreise drücken! Da noch nicht alle diese Discounter beliefert werden konnten, bleibt zu hoffen, dass der Tierschutzbund doch noch zur Besinnung kommt. Schließlich weiß er doch selbst nur zu gut, dass die Niedrigpreiskampagnen der Discounter zu Lasten der Erzeuger, also der die Tiere haltenden Landwirte gehen (siehe Pressemitteilung vom 14.9.2014:www.tierschutzlabel.info/presse/presse meldungen/170914- tierwohl-offensive/). Vier Pfoten kreierte sein Siegel „Tier- schutzkontrolliert“, das ich allerdings noch nicht im Handel angetroffen habe (www.vier-pfoten.de/service/guetesiegel/). Die Tierhalter folgten mit ihrer „Branchenlösung“, die aber nur Prämien für die Halter vorsieht, nicht jedoch Transparenz für die Verbraucher, die deshalb beim Einkauf nicht erkennen können, ob das Tier, von dem sie Fleisch erwerben wollen, auch tatsächlich aus einer etwas besseren Haltung als üblich stammt. Diese Vorgehensweise stößt bei uns Tierschützern auf strikte Ablehnung. Wir wissen aufgrund der Erfahrungen mit der Eierkennzeichnung ab 2004, dass eindeutige Zuordnungen unerlässlich sind, damit die Verbraucher mitziehen (www.topagrar.com/Initiative_Tierwohl-974304.html).

Wichtig ist aus unserer Sicht, dass alle Tierfreunde beim Einkauf von Produkten tierischen Ursprungs darauf achten, Neuland- oder Bio-Ware zu kaufen.
Nach Schmidts Ernennung gratulierten wir ihm und baten um die Neuauflage des Runden Tisch Tierschutz im Bundeslandwirtschaftsministerium, der unter Minister Seehofer (CSU) nur einmal zusammenkam und von Ministerin Aigner (CSU) überhaupt nicht einberufen wurde. Jetzt hoffen wir, dass die Treffen mindestens einmal im Jahr und bei besonderem Bedarf öfter stattfinden werden. Bei der ersten Zusammenkunft am 21.10.2014 wies ich unter Bezugnahme auf das Schweine- mobil auf dem ErlebnisBauernhof der IGW auf die Täuschungsmanöver der Lobbyverbände gegenüber Besuchern und gegenüber seinem Vorgänger, Minister Friedrich, im Januar 2014 hin. Beachten Sie hierzu auch die Seite 26.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen des Vorstands der AGfaN ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2015.
Eckard Wendt, Vorsitzender

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Rundbrief 2013

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der AGfaN!

Ein ereignisreiches, ja, turbulentes Tierschutzjahr geht zu Ende. Zwei Themen sorgten in Tierschutzkreisen für Aufregung und Empörung: die neuen Eckwerte für die Putenmast und mehrere Tierschutzprogramme für die „Fleischproduktion“, in denen Vertreter einiger Tierschutzorganisationen mit den Wirtschaftsbeteiligten, namentlich einigen Schlachtunternehmen (VION, Westfleisch), Integratoren der Geflügelmast (Wiesenhof) und Lebensmitteleinzelhandel (LEH) kooperieren. Wegen weiterhin bestehender, erheblicher Tierschutzdefizite wie Schnabelkürzen und CO2-Betäubung, kam es zu langandauernder und heftiger Kritik. Darüber berichten wir in diesem Heft ebenso wie über zahlreiche andere Themen. Wir gehen nicht ein auf den Skandal wegen der Überschreitung der zulässigen Besatzdichten bei Legehennen und die mangelhafte Gestaltung vieler oft zu kleiner Ausläufe, bei denen die in den Genehmigungsunterlagen ausgewiesenen Flächen den Hühner nicht zur Verfügung gestellt wurden. An dieser Stelle sei dem „Einzelkämpfer“ Matthias Rackwitz für seine unermüdlichen Recherchen mithilfe von Google Earth und vielen Inaugenscheinnahmen vor Ort gedankt! Er wies nach, was von offizieller Seite des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES in Oldenburg) schon vor Jahren geargwöhnt wurde und auch wir immer wieder erlebten, wenn z.B. bei privaten Besichtigungen und auch bei Exkursionen im Rahmen von Fachtagungen berichtet wurde, dass zu Beginn der „Nutzungsperiode“ etwa 10% mehr Tiere eingestallt werden, damit nach 12 Monaten aufgrund der verendeten Tiere in etwa der zulässige Höchstwert eingehalten wird. Von dieser Erfahrung unterrichteten wir in der Vergangenheit wiederholt bei Anhörungen und Gesprächen etliche Ministe- rialbeamte und sogar Minister, die aber ebenso wenig einschritten wie nach der Veröffentlichung durch das LAVES. Sie, liebe Leser, werden nun fragen, warum wir keine Anzeigen erstatteten. Nun, einen Tierhalter anzuzeigen, der uns tiefe Einblicke in die gängige Praxis gewährt, halten wir für unfair, weil wir davon ausgehen, dass andere, die uns nicht empfangen und berichten, es wahrscheinlich noch viel schlimmer treiben. Außerdem wäre die Beweislage schwierig, weil wir die vorhandenen Tiere ja nicht zählen können und von Insidern gesagt bekamen, dass mit zwei Rechnungen gearbeitet werde, von denen eine mit der genehmigten

Tierzahl dem Veterinäramt vorgelegt und beide zusam- men beim Finanzamt einge- reicht werden. Da aus Grün- den des Betriebsgeheim- nisses kein routinemäßiger Datenabgleich zwischen den beiden Verwaltungen vorge- nommen wird, sind die Ge- setzesbrecher zulasten der in ihrer Gewalt befindlichen Tiere stets auf der sicheren Seite.

Seit nunmehr drei Jahren setzen wir uns dafür ein, dass Rinder und Schafe, die im Sommer auf der Weide leben dürfen, Schutz gegen die Sommerhitze erhalten. Ab etwa 25 bis 30 Grad im Schatten leiden Rinder erheblich und bei ca. 50 Grad in der Sonne unerträglich. Sie suchen dann Schattenplätze auf, sofern diese für sie erreichbar sind. Auf dem Foto der Titelseite ist deutlich zu erkennen, dass sich die in Stallnähe gehaltenen Milchkühe gerne auf den feuchtkühlen Marschboden im Schatten der hohen Eichen am Rand der Weide legen. Bedauerlicherweise nahm sich die seinerzeitige Kieler Ministerin, Frau Dr. Rumpf, dieses Themas nicht an und ihr Nachfolger, Minister Habeck, scheint auch noch vor der Lobby zu kuschen.

Im Namen des Vorstands der AGfaN wünsche ich Ihnen schöne Feiertage und für das neue Jahr alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
Eckard Wendt, Vorsitzender

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Rundbrief 2012

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der AGfaN e.V.

Ein turbulentes Tierschutzjahr neigt sich dem Ende entgegen. Gekenn- zeichnet war es durch den stetig zunehmenden Widerstand der Bürge- rinnen und Bürger, die sich direkt von einer der vielen neu beantragten Massentierhaltungsanlagen bedroht sehen, die insbesondere dem Nachschub an „Tiermaterial“ für die Hühner-Großschlachthöfe von Rothkötter (Haaren und Wietze) sowie Wesjohann („Wiesengold“ in Möckern) dienen sollen. Sie schlossen sich zu lokalen Bürgerinitiativen zusammen. Der so entstandene Flickenteppich bedurfte der Struktu- rierung. Nach der Etablierung des bundesweiten Zusammenschlusses „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ kam es 2012 zur Gründung dreier Landesbündnisse in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Meck- lenburg-Vorpommern, die die Aktivitäten insbesondere im Hinblick auf die Landespolitik bündeln. Damit wurde der Informationsfluss deutlich verbessert, wovon insbesondere die neu gegründeten Bürgerinitiativen profitieren, weil sie durch die Vernetzung leichter kompetente und versierte Ansprechpartner finden können. Die AGfaN e.V. ist Grün- dungsmitglied des Landesbündnisses Niedersachsen. Die Homepage finden Sie unter http://www.agrarbuendnis-niedersachsen.de). Dies führte am 10. 11. 12 in Hannover eine beeindruckende Großdemon- stration mit über 2000 Teilnehmern durch, an der sich auch AGfaN- Mitglieder beteiligten.

Nach der Initialveranstaltung 2010 anlässlich der „Internationalen Grü- nen Woche“, zu der nur wenige 100 kamen, beteiligten sich an der ersten „Wir haben es satt!“ Demonstration in Berlin 2011 bereits über

20.000 Landwirte und Verbraucher, Umwelt- und Tierschützer aus der ganzen Bundesrepublik. Erstaunlich, dass diese große Zahl 2012 mit 23.000 noch übertroffen werden konnte. Das schmeckte natürlich dem Bauernverband nicht. So verkündete sein Vorsitzender, es seien nur etwa 5000 Personen gewesen, die quasi als Trittbrettfahrer ihr Süpplein anlässlich der Internationalen Grünen Woche kochen wollten. Er nann- te für die Zahl einen Agrarjournalisten als Quelle, der sich wiederum auf die Berliner Polizei als Quelle berief. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, dass die Pressestelle der Polizei keine Angaben zu Teilneh- merzahlen herausgibt, meinte er dreist, er dürfe mir aus Gründen des Informantenschutzes nicht sagen, von wem er die Zahl erhalten hatte. Das ist übelster Journalismus, der allein der Stimmungsmache gegen die berechtigten Anliegen der Demonstranten und der Beruhigung der auf die Linie des Bauernverbands „eingenordeten“ Landwirte dient. Wir sind sicher, auch in diesem Fall hatten Lügen kurze Beine! Nun kommt es darauf an, dass wir bei der nächsten bundesweiten Groß-Demon- stration, die am 19.1.2013 wieder in Berlin vom Agrarbündnis durch- geführt werden wird, noch mehr Mitstreiter zur Teilnahme bewegen können.

Nachdem wir im vergangenen Jahr in Anspielung auf die volksverdummende Imagekampagne des Bau- ernverbands mit dem Titel „Arbeit mit Leidenschaft“ eine Poster-Serie mit 18 Motiven unter dem Titel „Arbeit, die Leiden schafft!“ zur Verfügung gestellt hatten (s. S. 1 das 2. Foto von oben), folgten dieses Jahr unter der Überschrift „Sie entscheiden, wie unsere Nutztiere gehalten werden: So oder so?“ vier Banner zur Schweinevermehrung und Schweinemast sowie zur Puten- und zur Hühnermast, die wir zu vielen Diskussionsveranstaltungen, Demonstrationen und Mahnwachen mitnahmen. Diese Reihe wird in den kommenden Wochen ergänzt werden.

Viele Aktive unseres Vereins sind Mitglieder in zahlreichen Bürgerinitiativen, an deren Arbeitstreffen und Aktionen sie sich mit Fachkompetenz und unter großem Zeitaufwand beteiligen.

Für diesen Rundbrief haben wir wieder etliche, für Sie hoffentlich interessante Beiträge zusammengestellt. Dabei haben wir bewusst darauf verzichtet, auf aus den Medien hinreichend bekannte Ereignisse einzu- gehen. Das würde den Umfang dieses Heftes ins schier Unermessliche ausdehnen und zur Folge haben, dass Sie wahrscheinlich viele Seiten als „bekannt“ überschlagen würden.

Im Namen des Vorstandes der AGfaN e.V. und seiner aktiven Mitglieder wünsche ich Ihnen ein gesegne- tes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!
Eckard Wendt, Vorsitzender

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Rundbrief 2011

Liebe Mitglieder der AGfaN e.V., liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der AGfaN!
Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir Tierschützerinnen und Tierschützer hatten in der Vergangenheit unermüdlich gekämpft und schauten fast immer frustriert zurück. Doch 2011 regte sich die Politik: Im Februar stellte Minister Lindemann seinen „Tierschutzplan“ vor. Aufge- schreckt durch den großen Dioxinskandal folgte kurz darauf Ministerin Aigner mit ihrer „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“. In beide Prozesse wurden neben den Wirtschaftsbeteiligten auch Tierschutzver- bände einbezogen. Trotz unserer frühzeitigen Bewerbungen wurden wir nicht berücksichtigt. Ich vermute, dass wir in der Vergangenheit als nicht kompromissbereit genug in Erscheinung getreten sind.
In diesem Heft finden Sie wieder eine Reihe interessanter Beiträge.
Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr und den Nutztieren eine bessere Zukunft.
Eckard Wendt, Vorsitzender

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Rundbrief 2010

Es gibt Ereignisse, die uns Hoffnung auf Besserung der Lebensbedingun- gen der Nutztiere geben und uns Mut machen, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen. Hierzu gehört auch das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Haltung von Legehennen in den neuen Käfigen vom 12. Oktober 2010 (Az: 2 BvF 1/07). Es hat die Tierschutz-Nutztierhaltungs- verordnung bezüglich der Hennenhaltung im Paragraphen 13 b „für nicht mit dem Grundgesetz vereinbar“ erklärt und damit der Normenkontrollklage von Rheinland-Pfalz stattgegeben

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